Ursachen der Gynäkomastie

Ursachen der Gynäkomastie

Grund

Verdächtige Befunde

Diagnostisches Vorgehen

Chronische Nierenerkrankungen

Chronische Nierenerkrankung in der Vorgeschichte

Serumelektrolyte, Harnstoffstickstoffwerte und Kreatinin

Urinanalyse

Möglicherweise Urinkultur und Spiegel von Natrium, Kalium und Kreatinin

Zirrhose

Oft Lebererkrankung in der Vorgeschichte, Alkoholkosum oder beides

Aszites, Spider-Nävi, erweiterte Bauchvenen

Routinelaboruntersuchungen

Ggfs. Leberbiopsie

Medikamente und Substanzen (siehe Tabelle Häufige medikamentöse Ursachen der Gynäkomastie)

Medikamentenanamnese

Versuch, das Medikament abzusetzen

Feminisierender adrenokortikaler Tumor

Tastbefund, Hodenatrophie

Bildgebung (MRT oder CT)

Hyperthyreose

Tremor, Wärmeintoleranz, Diarrhö, Tachykardie, Gewichtsverlust, Struma, Exophthalmus

Schilddrüsenfunktionstests

Hypogonadismus

Präpubertärer Beginn: Unterentwickelte sekundäre Geschlechtsmerkmale

Postpubertärer Beginn: Verminderte Libido, erektile Dysfunktion, Stimmungsschwankungen, Muskelschwäche und erhöhte Fettmasse, Osteopenie, Hodenatrophie, leichte kognitive Veränderungen

Serum FSH, LH, und Testosteronspiegel (siehe Diagnose)

Paraneoplastische ektopische Produktion von humanem Choriongonadotropin (hCG)

Möglicherweise Anzeichen des Primärtumors oder Symptome und Anzeichen von Hypogonadismus

Auswertung wegen des Verdachts auf einen Primärtumor

Hodentumore

Testikuläre Raumforderungen

Möglicherweise Symptome und Beschwerden von Hypogonadismus

Skrotale Sonographie

Orale Nahrungszufuhr nach Unterernährung

Muskel- und Fettverlust, Haarausfall, Hautveränderungen, häufige Infektionen, Müdigkeit, Anzeichen von Vitaminmangel (z. B. Osteopenie)

Klinische Untersuchung

Selektive Laboruntersuchungen

Idiopathische Gynäkomastie

Keine Auffälligkeiten außer Gynäkomastie, keine Symptome, keine erkennbare Ursache

Wiederholen der klinischen Bewertung nach 6 Monaten

Möglicherweise Serumtestosteronspiegel

Data from Dickson G. Gynecomastia. Am Fam Physician 2012;85(7):716-722.

BUN = Blut-Harnstoff-Stickstoff; CT = Computertomographie; FSH = Follikel-stimulierendes Hormon; hCG = humanes Choriongonadotropin; LH = luteinisierendes Hormon; MRT = Magnetresonanztomographie.

Data from Dickson G. Gynecomastia. Am Fam Physician 2012;85(7):716-722.

BUN = Blut-Harnstoff-Stickstoff; CT = Computertomographie; FSH = Follikel-stimulierendes Hormon; hCG = humanes Choriongonadotropin; LH = luteinisierendes Hormon; MRT = Magnetresonanztomographie.

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