Einige Ursachen und Merkmale einer Verstopfung bei Säuglingen und Kindern

Einige Ursachen und Merkmale einer Verstopfung bei Säuglingen und Kindern

Ursache

Häufige Merkmale*

Untersuchungen

Angeborene Fehlbildung des Afters

Anormale Lage des Afters

Lage des Afters näher an den Geschlechtsorganen als normal

Messungen zur Bestimmung der exakten Lage der Afteröffnung

Analstenose (verengter After)

Verzögerter erster Stuhlgang (Mekonium) während der ersten 24–48 Lebensstunden

Heftiger und schmerzhafter Stuhlgang

Geschwollener Bauch

Anormales Aussehen und anormale Lage des Afters

Ärztliche Untersuchung

Blockade der Afteröffnung (Anorektale Fehlbildungen)

Geschwollener Bauch

Kein Stuhlgang

Blockade des Afters, bei einer ärztlichen Untersuchung erkannt

Ärztliche Untersuchung, die bald nach der Geburt durchgeführt wird

Probleme mit dem Rückenmark

Meningomyelozele (schwerste Form der Spina bifida)

Ein wunder, roter Bereich auf dem Rücken, an dem das Rückenmark hervortritt, bei der Geburt erkannt

Abnehmende Beinreflexe oder schwindende Muskelspannung

Kein natürlicher Reflex des Afters (Verengung nach leichter Berührung, Analreflex genannt)

Einfache Röntgenaufnahmen der unteren Wirbelsäule

MRT der Wirbelsäule

Spina bifida occulta (unvollständige, von außen nicht ersichtliche Fehlbildung der Wirbelkörper)

Möglicherweise Haarbüschel oder Grübchen über der Fehlbildung, bei der Geburt erkannt

MRT der Wirbelsäule

„Tethered Cord“-Syndrom (während der fetalen Entwicklung bleibt das Rückenmark am unteren Ende des Rückenmarkkanals hängen und kann sich nicht in seine normale Position nach oben ausdehnen)

Gehschwierigkeiten, Schmerzen oder Schwäche in den Beinen und Rückenschmerzen

Harninkontinenz

MRT der Wirbelsäule

Ein Tumor nahe dem Steißbein (Steißbeinteratom) oder anderer Rückenmarkstumor

Rückenschmerzen, Gehschwierigkeiten und Schmerzen oder Schwäche in den Beinen

Harninkontinenz

MRT der Wirbelsäule

Infektion der Wirbelsäule oder des Rückenmarks

Rückenschmerzen, Gehschwierigkeiten und Schmerzen oder Schwäche in den Beinen

Fieber

Harninkontinenz

MRT der Wirbelsäule

Hormonelle Erkrankung, Störungen des Stoffwechsels oder Elektrolythaushalts

Diabetes insipidus (aufgrund von Störungen des antidiuretischen Hormons, das der Wasserregulierung des Körpers dient)

Übermäßiger Durst und übermäßiges Weinen, das aufhört, sobald das Kind Wasser erhält

Übermäßiges Ausscheiden von verdünntem Urin

Gewichtsverlust und Erbrechen

Urin- und Bluttests, um zu messen, wie stark Urin und Blut verdünnt sind (Osmolalität)

Bluttests zur Messung der Konzentration des antidiuretischen Hormons

Hyperkalzämie (ein ungewöhnlich hoher Kalziumspiegel im Blut)

Übelkeit und Erbrechen, Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, Muskelschwäche und Bauchschmerzen

Übermäßiger Durst und übermäßiges Urinieren

Bluttests zur Messung des Kalziumspiegels

Hypokaliämie (ein ungewöhnlich geringer Kaliumspiegel im Blut)

Muskelschwäche

Übermäßiges Urinieren und Dehydratation

Wachstum nicht wie erwartet (Gedeihstörung)

Möglicherweise Verwendung von Diuretika oder bestimmten Antibiotika

Bluttests zur Messung des Elektrolytspiegels

Hypothyreose (Unterfunktion der Schilddrüse)

Schlechte Nahrungsaufnahme

Langsame Herzfrequenz

Bei Neugeborenen große weiche Bereiche (Fontanelle) zwischen den Schädelknochen und geringe Muskelspannung

Trockene Haut, anfällig für Erkältung, Müdigkeit und Gelbsucht

Bluttests zur Messung des Schilddrüsenhormonspiegels

Darmerkrankungen

Mukoviszidose

Verzögerter erster Stuhlgang

Geringe Gewichtszunahme oder Gedeihstörung

Häufige Schübe einer Lungenentzündung (Pneumonie)

Schweißtest

Möglicherweise genetische Untersuchungen zur Bestätigung der Diagnose

Hirschsprung-Krankheit

Verzögerter erster Stuhlgang

Geschwollener Bauch

Grün oder gelb gefärbtes Erbrochenes, was auf den Inhalt von Galle hinweist

Verengter After, bei einer ärztlichen Untersuchung erkannt

Röntgenaufnahmen des unteren Verdauungstrakts, nachdem Barium in das Rektum eingeführt wurde (Bariumeinlauf)

Druckmessung in Anus und Rektum (Manometrie)

Biopsie des Rektums

Allergie gegen Kuhmilcheiweiß

Erbrechen

Schlechte Nahrungsaufnahme

Gewichtsverlust, schlechtes Wachstum oder beides

Blut im Stuhl

Stuhltests

Symptome, die nachlassen, wenn die Säuglingsnahrung gewechselt wird

Möglicherweise Endoskopie, Koloskopie oder beides

Zöliakie

Bauchschmerzen

Blähung

Gewichtsverlust

Erschöpfung

Bluttests

Endoskopie

Reizdarmsyndrom

Lang anhaltende (chronische) Bauchschmerzen

Durchfall und Verstopfung, die sich abwechseln

Gefühl einer unvollständigen Darmentleerung nach dem Stuhlgang

Beurteilung von Ablauf und Zeitpunkt des Stuhlgangs und der Schmerzcharakteristik

Ausschluss anderer Erkrankungen durch Krankengeschichte, körperliche Untersuchung und möglicherweise Bluttests, Stuhltests, Bildgebung oder Koloskopie

Pseudoobstruktion (was zu Symptomen einer Blockade führt, aber keine Blockade erkennbar ist)

Übelkeit und Erbrechen

Bauchschmerzen und ein geschwollener Bauch

Röntgenaufnahme des Bauchs

Tests zur Beurteilung der Qualität der Darmfunktion (Untersuchung der Darmmotilität)

Tumor im Abdomen

Gewichtsverlust, nächtliche Schweißausbrüche und Fieber

Schwellung oder Schmerzen des Bauchs

Abdominale Raumforderung, bei einer ärztlichen Untersuchung erkannt

MRT

Nebenwirkungen von Medikamenten

Verwendung von Medikamenten mit anticholinerger Wirkung (z. B. Antihistaminika), Antidepressiva, Chemotherapeutika oder Opioiden

Verwendung von Medikamenten, die eine Verstopfung hervorrufen können

Ärztliche Untersuchung

Toxine

Botulismus bei Säuglingen

Plötzlich reduzierte Fähigkeit zu saugen

Verlust der Muskelspannung

Gelegentliche Einnahme von Honig vor dem Alter von 12 Monaten

Test auf Botulinumtoxin im Stuhl

Bei einer Bleivergiftung

Normalerweise keine Symptome

Möglicherweise Bauchschmerzen, Müdigkeit und Reizbarkeit

Entwicklungsrückgang

Bluttests zur Messung der Bleikonzentration

*Zu den Merkmalen zählen Symptome und Befunde der ärztlichen Untersuchung. Die genannten Merkmale sind typisch, treten aber nicht immer auf.

SG = Stuhlgang; MRT = Magnetresonanztomographie.

*Zu den Merkmalen zählen Symptome und Befunde der ärztlichen Untersuchung. Die genannten Merkmale sind typisch, treten aber nicht immer auf.

SG = Stuhlgang; MRT = Magnetresonanztomographie.