Dupuytren-Kontraktur

(Palmarfibromatose)

VonDavid R. Steinberg, MD, Perelman School of Medicine at the University of Pennsylvania
Überprüft/überarbeitet Mai 2024
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Eine Dupuytren-Kontraktur (palmare Fibromatose) entsteht durch fortschreitendes Schrumpfen von Fasergewebe (Faszien) in der Handfläche, wodurch sich die Finger immer mehr beugen. Eine Klauenstellung der Hand kann die Folge sein.

  • Die Dupuytren-Kontraktur ist eine der häufigeren Handdeformationen, insbesondere bei Männern ab 45 Jahren.

  • Typische Symptome sind u. a. Knotenbildung in der Handfläche und eine Beugung der Finger.

  • Die Diagnose gründet auf einer Untersuchung der Hand.

  • Zur Behandlung kann Kortikosteroid in einen Knoten gespritzt werden. Wenn die Hand bereits vernarbt ist, kann Kollagenase in einen Knoten gespritzt werden oder die verkrümmten Finger werden operativ gerichtet.

(Siehe auch Überblick über Erkrankungen der Hände).

Die Dupuytren-Kontraktur ist eine der häufigeren Handdeformationen und tritt häufiger bei Männern auf, insbesondere ab dem 45. Lebensjahr.

Bei Patienten mit Diabetes, Alkoholismus oder Epilepsie tritt die Dupuytren-Kontraktur häufiger auf. Sie wird normalerweise mit anderen Krankheiten in Verbindung gebracht, wie Verdickung des Gewebes über den Knöcheln (Garrod-Knoten), Schrumpfen der Faszien im Inneren des Penis, was zu schmerzhaften Erektionen führt (penile Fibromatose [Peyronie-Krankheit]) und in seltenen Fällen Knoten an den Fußsohlen (plantare Fibromatose). Warum sich die Faszien an den Handflächen verdicken und aufrollen, ist nicht geklärt.

Symptome der Dupuytren-Kontraktur

Als erstes Symptom tritt häufig ein Knoten auf der Handfläche auf (meistens am Ringfinger oder kleinen Finger). Dieser kann anfangs Beschwerden verursachen, die dann aber wieder nachlassen. Die Finger verkrümmen sich immer mehr, bis die Hand eine Klauenstellung einnimmt.

Diagnose der Dupuytren-Kontraktur

  • Ärztliche Untersuchung

Die Diagnose der Dupuytren-Kontraktur erfolgt anhand der Untersuchung der Hand.

Behandlung der Dupuytren-Kontraktur

  • Injektion eines Kortikosteroids

  • Injektion von Kollagenase

  • Operation

Durch Injektion eines Kortikosteroids in den Knoten können die Schmerzen von Patienten mit Dupuytren-Kontraktur in dem Bereich gelindert werden. Dies muss allerdings erfolgen, bevor sich die Finger verkrümmen. Die Schmerzen vergehen jedoch meist auch ohne Behandlung. Die Injektion ändert nichts am Verlauf der Erkrankung.

Bei einer leichten Vernarbung können Kollagenaseinjektionen (ein Enzym, welches das Narbengewebe aufbricht) die Beweglichkeit wiederherstellen. Eine weitere Alternative zu einer Operation ist die Nadel-Aponeurotomie, ein ambulantes Verfahren, bei dem das angespannte Narbengewebeband mit einer Nadel gelockert wird, um den Finger zu strecken.

Eine Operation wird erforderlich, wenn die Hand nicht mehr flach auf den Tisch gelegt werden kann oder die Finger so gebeugt sind, dass die Handfunktion stark eingeschränkt ist, oder wenn mehrere Finger betroffen sind. Eine Operation zur Entfernung der erkrankten Faszie ist schwierig, da die Faszie die Nerven, Blutgefäße und Sehnen umgibt, obwohl ein Wiederauftreten nach einer Operation weniger wahrscheinlich ist als nach einer Collagenase-Injektion oder Nadel-Aponeurotomie. Die Dupuytren-Kontraktur kann auch nach der Operation wieder auftreten, wenn die Faszie nicht vollständig entfernt wurde oder es zu einem erneuten Befall kommt, vor allem bei einer Erkrankung in jungem Alter, Erkrankungen in der Familie sowie Personen mit Garrod-Knoten, Peyronie-Krankheit oder Knoten an den Fußsohlen.