Latexallergie

Latexallergie

Eine Latexallergie ist eine übersteigerte Immunreaktion auf wasserlösliche Proteine in Latexprodukten (z. B. Gummihandschuhe, Kofferdam, Kondome, Schläuche für Beatmungsgeräte, Katheter, Einlaufspitzen mit aufblasbaren Latexmanschetten)

Beginnend in den späten 1980er Jahren stieg die Inzidenz unter dem Gesundheitspersonal an, als in Folge der allgemeinen Vorsichtsmaßnahmen routinemäßig Latexhandschuhe zum Einsatz kamen.

Die Reaktionen auf Latex kann sein

  • Akut (IgE-vermittelt)

  • Verzögert (zellvermittelte)

Akute Reaktionen verursachen Urtikaria und Anaphylaxie; verzögerte Reaktionen haben eine Dermatitis zur Folge.

Nach dem Tragen von Latexhandschuhen ist die Haut oft gereizt und verkrustet. Diese Reaktion ist jedoch in der Regel eine chemische Reizung, keine Latexallergie.

Die Diagnose einer Latexallergie basiert primär auf der Anamnese. Hauttests und Assays zum Nachweis von IgE-Antilatex-Antikörpern stehen zur Verfügung.

Die Therapie besteht in der Vermeidung von Latex. Die meisten Einrichtungen des Gesundheitswesens sind inzwischen latexfrei, und die Häufigkeit von Latexallergien ist drastisch zurückgegangen.*

*See Raulf M: Current state of occupational latex allergy. Curr Opin Allergy Clin Immunol 20 (2):112–116, 2020.

*See Raulf M: Current state of occupational latex allergy. Curr Opin Allergy Clin Immunol 20 (2):112–116, 2020.