In den Vereinigten Staaten lebten im Jahr 2023 etwa 28% (16,2 Millionen) der in der Gemeinschaft lebenden älteren Erwachsenen allein, darunter 22% (5,7 Millionen) der älteren Männer und 33% (10,5 Millionen) der älteren Frauen (1). Der Prozentsatz der Alleinlebenden nimmt mit dem Alter zu (d. h. von den Frauen ≥ 75 Jahre leben etwa 42% allein). Männer sterben eher vor ihren Frauen, und verwitwete oder geschiedene Männer heiraten eher erneut als verwitwete oder geschiedene Frauen. Ungefähr 68% der älteren Männer waren verheiratet, verglichen mit 47% der älteren Frauen. Im Jahr 2023 sind 29% der älteren Frauen Witwen; es gibt mehr als dreimal so viele Witwen (9 Millionen) wie Witwer (2,9 Millionen). Im Jahr 2023 lebten jedoch mehr als die Hälfte (59%) der in der Gemeinschaft lebenden Erwachsenen im Alter von ≥ 65 Jahren mit ihrem Ehepartner oder Partner zusammen.
Die älteren Menschen, die alleine leben, sind eher arm, v. a. mit steigendem Alter. Viele berichten von Einsamkeitsgefühlen, und 25% der ≥ 65-Jährigen gelten als sozial isoliert (2). Bei älteren Menschen mit gesundheitlichen Problemen oder sensorischen Defiziten können neu aufgetretene oder sich verschlechternde Symptome unbemerkt bleiben. Viele haben Schwierigkeiten, vorgeschriebene Behandlungsschemata einzuhalten. Weil sie körperliche Einschränkungen haben und Essen eine soziale Aktivität ist, bereiten sich einige ältere Menschen, die alleine leben, keine vollwertigen, ausgewogenen Mahlzeiten zu, sodass Mangelernährung zu einem Problem werden kann.
Trotz dieser Probleme äußern die meisten allein lebenden älteren Menschen den starken Wunsch, ihre Unabhängigkeit zu bewahren. Viele befürchten, zu abhängig von anderen zu werden und wollen trotz Einsamkeit auch weiterhin alleine leben. Um ihnen zu helfen, ihre Unabhängigkeit zu bewahren, sollten Ärzte sie ermutigen, regelmäßig körperlich aktiv zu sein und soziale Interaktionen zu pflegen und sie durch das Verweisen an Sozialarbeiter dabei unterstützen.
Koordination und Erbringung von Dienstleistungen in der Rekonvaleszenz sind für allein lebende Patienten schwierig. Die Ärzte sollten sicherstellen, dass häusliche Pflege zur Verfügung steht, und ggf. zusätzliche Dienstleistungen empfehlen. Ein passives oder individuell aktivierbares Notfallmeldegerät kann die Patienten beruhigen, dass ihnen bei Bedarf geholfen werden kann.
Seit dem Beginn der COVID-19-Pandemie haben viele gemeindenahe Anbieter psychischer Gesundheits- und Sozialfürsorge ihre Kapazitäten für technologiegestützte Aufklärungsarbeit und Dienstleistungen ausgebaut.
Literatur
1. Administration on Aging. 2023 Profile of Older Americans. Administration for Community Living, May 2024. Accessed October 29, 2024.
2. National Academies of Sciences, Engineering, and Medicine. Social isolation and loneliness in older adults: A consensus study report. The National Academies Press. https://doi.org/10.17226/25663



